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 Kunde | Solut Enerji, EPC-Unternehmen für Photovoltaikanlagen

Standort | Alaçatı (Çeşme, İzmir), Türkei

Gebäude | Doppelvilla mit verwinkelter Dachlandschaft

Aufgabe | Erste Dachbewertung und Vorbereitung der Modulbelegung

Eingesetzt | Render-a: messbares 3D-Dachmodell aus Drohnenaufnahmen

Ergebnis | Erste Dachbewertung und Belegungsvorbereitung rund 15 % schneller (Angabe von Solut Enerji)

In dieser Fallstudie zeigen wir, wie das EPC-Unternehmen Solut Enerji eine Doppelvilla in Alaçatı für eine Photovoltaikanlage vorbereitet hat. Das Dach besteht aus vielen kleinen Teilflächen mit unterschiedlicher Neigung und Ausrichtung. Dazu kommen ein Schornstein, weitere Dachaufbauten und dichter Baumbestand rund um das Grundstück.

Das Team hat das Dach nicht Fläche für Fläche aus Fotos und Notizen zusammengesetzt, sondern an einem messbaren 3D-Modell in Render-a bewertet. Nach Angaben von Solut Enerji waren die erste Dachbewertung und die Vorbereitung der Modulbelegung dadurch rund 15 % schneller abgeschlossen.

Die Herausforderung: ein Dach, viele Flächen

Auf dem Papier ist eine Villa kein Großprojekt. In der Planung kann sie trotzdem mehr Arbeit machen als ein großes Hallendach. Bei diesem Gebäude gab es keine durchgehende Fläche, auf der sich eine Modulreihe einfach durchziehen ließ.

Viele Teilflächen mit eigener Neigung und Ausrichtung

Das Dach setzt sich aus mehreren kleinen Flächen zusammen, die in verschiedene Richtungen zeigen und unterschiedlich geneigt sind. Für die Photovoltaikplanung heißt das: Jede Teilfläche muss einzeln bewertet werden. Eine Fläche, die auf dem Luftbild groß wirkt, kann wegen ihrer Ausrichtung oder eines Aufbaus für die Belegung kaum infrage kommen.

Schornstein, Aufbauten und Dachränder

Ein Schornstein und weitere Dachaufbauten schneiden in die Flächen, auf denen Module liegen könnten. Auch die Übergänge zwischen den Teilflächen und die Dachränder geben Abstände vor. Die Dachfläche ist deshalb nicht dasselbe wie die belegbare Fläche.

Schornstein und Aufbauten sind im 3D-Modell sichtbar, bevor die erste Modulreihe gesetzt wird.Schornstein und Aufbauten sind im 3D-Modell sichtbar, bevor die erste Modulreihe gesetzt wird.

Dichter Baumbestand rund um das Gebäude

Die Villa ist von Bäumen umgeben. Sie gehören zum Kontext des Projekts: Welche Teilflächen grenzen an den Baumbestand, und wie gut ist das Dach zugänglich? Diese Fragen lassen sich leichter beantworten, wenn Dach und Umgebung im selben Modell zu sehen sind.

Zwei Gebäudehälften, klare Zuordnung

Bei einer Doppelvilla gehören die Dachflächen zu zwei Einheiten. Für eine saubere Planung muss klar sein, welche Teilfläche zu welcher Hälfte gehört und wie viel nutzbare Fläche auf jeder Seite bleibt.

 Der Eigentümer will die Belegung verstehen

Eine Maßtabelle überzeugt keinen Eigentümer. Solut Enerji wollte vor der Installation zeigen können, wo die Module liegen sollen, und zwar so, dass man es ohne Fachwissen versteht.

Das Vorgehen: vom Luftbild zur Modulbelegung am 3D-Dachmodell

Das Team von Solut Enerji hat das Projekt in Render-a aufgebaut. Grundlage waren Drohnenaufnahmen des Gebäudes. Aus den überlappenden Bildern entsteht per Photogrammetrie ein maßstabsgetreues 3D-Dachmodell, in dem gemessen werden kann. Das ist der Kern jeder 3D-Dachvermessung mit Drohne

3D-Dachmodell der Doppelvilla in Alaçatı mit mehreren Teilflächen unterschiedlicher Neigung

Der Ablauf in fünf Schritten:

1. Dach im Zusammenhang erfassen. Das Team dreht das Modell und sieht die gesamte Dachlandschaft zusammen mit der Umgebung.

2. Teilflächen einzeln bewerten. Neigung, Ausrichtung und Fläche werden für jede Teilfläche direkt am Modell abgelesen, nicht geschätzt.

3. Hindernisse berücksichtigen. Schornstein, Aufbauten und Randbereiche werden erkannt, bevor sie die Belegung stören.

4. Nutzbare Flächen auswählen und belegen. Auf den geeigneten Teilflächen wird die Modulbelegung aufgebaut.

5. Ergebnis mit dem Kunden teilen. Die Belegung am 3D-Modell wird dem Eigentümer als verständliches Bild gezeigt.

Dachaufmaß am 3D-Modell: Neigung und Fläche einzelner Teilflächen in Render-a

Weil Aufmaß und Belegung auf demselben Modell liegen, müssen keine Maße in ein zweites Werkzeug übertragen werden. Auf dieser Grundlage lassen sich in Render-a auch Modulbelegung und PV-Angebot aus demselben Modell erstellen. Wer die Auslegung danach in einer eigenen Planungssoftware fortsetzt, kann das Dachmodell in PV*SOL weiterverwenden

Das Ergebnis: rund 15 % schneller bis zur ersten Belegung

Nach Angaben von Solut Enerji hat das Team die erste Dachbewertung und die Vorbereitung der Modulbelegung mit Render-a rund 15 % schneller abgeschlossen.

– Rund 15 % schneller bei der ersten Dachbewertung und der Belegungsvorbereitung

– Verwinkelte Dachgeometrie im 3D-Modell bewertet: jede Teilfläche einzeln

– Schornstein, Dachränder und nutzbare Flächen vor der Planung klar sichtbar

– Modulbelegung als Bild für den Kunden, verständlich ohne Fachwissen

Was die 15 % messen und was nicht

Uns ist wichtig, die Zahl richtig einzuordnen. Die 15 % beziehen sich auf einen klar abgegrenzten Arbeitsschritt: die erste Bewertung des Daches und die Vorbereitung der Modulbelegung. Sie sagen nichts über die gesamte Projektdauer, den späteren Stromertrag oder die Montage aus. Eine Verschattungssimulation ist nicht Teil dieser Fallstudie.

 Was Solarteure aus diesem Projekt mitnehmen können

Verwinkelte Dächer gibt es nicht nur in Alaçatı. Gauben, Walmdächer, Anbauten und alter Baumbestand prägen auch viele Einfamilien- und Doppelhäuser in Deutschland. Aus unserer Sicht zeigt dieses Projekt drei Punkte, die überall gelten:

1. Erst die Teilflächen, dann die Module. Wer bei einem verwinkelten Dach zuerst Module platziert, plant auf Flächen, die sich später als ungeeignet herausstellen. Die Bewertung jeder Teilfläche gehört an den Anfang.

2. Hindernisse gehören in die erste Bewertung.Ein Schornstein, der erst bei der Montage auffällt, kostet Zeit und Vertrauen. Ein Dachaufmaß am 3D-Modell zeigt ihn schon in der Planung.

3. Kunden entscheiden mit Bildern. Eine Belegung am 3D-Modell erklärt einem Eigentümer mehr als eine Liste von Quadratmetern und Winkeln.

Sie planen selbst Dächer mit vielen Teilflächen? Testen Sie den Ablauf an Ihrem eigenen Projekt.

Was zeigt diese Fallstudie?

Sie zeigt, wie das EPC-Unternehmen Solut Enerji ein verwinkeltes Villendach in Alaçatı an einem messbaren 3D-Modell bewertet und die Modulbelegung vorbereitet hat. Grundlage waren Drohnenaufnahmen, die in Render-a zu einem 3D-Dachmodell verarbeitet wurden.

Warum eignet sich eine Dachvermessung mit Drohne für verwinkelte Dächer?

Bei vielen kleinen Teilflächen muss jede Fläche einzeln nach Neigung, Ausrichtung und Größe bewertet werden. Ein 3D-Modell aus Drohnenaufnahmen zeigt alle Flächen, Aufbauten und die Umgebung in einer Ansicht. Die Werte werden am Modell abgelesen statt aus einzelnen Fotos geschätzt.

Worauf beziehen sich die 15 % Zeitersparnis?

Nach Angaben von Solut Enerji auf die erste Dachbewertung und die Vorbereitung der Modulbelegung. Die Zahl bezieht sich nicht auf die gesamte Projektdauer, den Ertrag oder die Montage.